Ausflugsziele in Berlin

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Beginnen wir unseren kleinen Stadtrundgang im Westen der Stadt am Kurfürstendamm oder kurz Ku'damm. Zwischen dem berühmten Boulevard Ku'damm und dem Bahnhof Zoo steht die Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Die Gedächtniskirche wurde im Jahr 1895 eingeweiht und im Zweiten Weltkrieg bis auf ihren Turm zerstört. Erst nach Protesten der Berliner Bevölkerung wurde die Turmruine bei den Bauplänen für den Aufbau der neuen Kirche berücksichtigt. Heute ist sie ein beeindruckendes Mahnmal für den Frieden gegen Krieg und Zerstörung.

Die Siegessäule steht auf dem Stern inmitten des Tiergarten. Ursprünglich wurde sie 1873 am Reichstag als Nationaldenkmal für drei siegreiche Kriege eingeweiht, u.a. für den Sieg im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871. Nach dem Zweiten Weltkrieg wünschte Frankreich die Sprengung, die anderen Alliierten stimmten dem nicht zu. 2008 sprach Barack Obama als US-Präsidentschaftskandidat am Fuße der Siegessäule vor 200.000 begeisterten Zuhörern. Von der Aussichtsplattform hat man bei schönem Wetter einen phantastischen Blick über den Tiergarten und Berlin.

Das bedeutsamste Zeugnis deutscher Geschichte ist wohl Das Brandenburger Tor. Es ist das letzte erhaltene Stadttor Berlins, war Kulisse von Aufmärschen und lange Zeit Symbol der Teilung Deutschlands. Durch die Wiedervereinigung wandelte sich seine Bedeutung, und das Brandenburger Tor wurde das Symbol der deutschen Einheit.

Gleich daneben steht das Reichstagsgebäude. Es wurde 10 Jahre lang bis 1894 für das nach der Reichsgründung entstandene Parlament erbaut. In der Nacht zum 28. Februar 1933 brannte der Plenarsaal und einige angrenzende Räume des Reichstags durch Brandstiftung. Durch die sogenannte Reichstagsbrandverordnung sowie weiteren Verordnungen wurde das Parlament entmachtet - vier Wochen nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler ... und am 1.Mai 1945 wehte eine rote Fahne auf den Trümmern des Reichstags, das bekannte Foto wurde übrigens am nächsten Tag nachgestellt. Nach der Wiedervereinigung wurde Berlin zur Bundeshauptstadt. Seit 1999 ist das Reichstagsgebäude Sitz des deutschen Bundestags und kann heute kostenfrei besichtigt werden.

Gegenüber dem Reichstagsgebäude steht das neue Bundeskanzleramt. Es ist das größte Regierungshauptquartier der Welt. In ihm befinden sich Büros und Arbeitsräume der Bundeskanzlerin bzw. des Bundeskanzlers sowie das Kanzleramt.

Der Checkpoint Charlie oder Checkpoint C (Charlie ist das C laut Internationalem Alphabet) in der Friedrichstraße ist der ehemalige Kontrollpunkt zwischen dem sowjetischen (Berlin-Mitte) und dem amerikanischen Sektor (Berlin-Kreuzberg). Die Grenzübergangsstelle durfte nur von Alliierten, Ausländern, Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland in der DDR sowie von Funktionären der DDR benutzt werden. Sie können dort eine originalgetreue Rekonstruktion einer Kontrollbaracke besichtigen.

Nicht ganz auf dem hier beschriebenen Weg aber trotzdem interessant: Die East Side Gallery. Sie ist ein 1316 Meter langer erhaltener Abschnitt der Berliner Mauer in der Mühlenstraße. Nach der Wende wurde er von Künstlern aus verschiedenen Ländern bemalt und so zur längsten Galerie unter freiem Himmel.

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In der Nähe der Friedrichstraße liegt der Gendarmenmarkt, der zu den herrlichsten Plätzen Berlins gehört. Im Zentrum des Platzes steht das Konzerthaus, auf der linken Seite der Deutsche Dom und rechts davon der Französische Dom.

Begeben Sie sich nun in Richtung des Berliner Doms auf den Boulevard Unter den Linden. Vorbei am Hotel Adlon, an der Humboldt-Universität, und der Neuen Wache gelangen Sie zum Zeughaus. Das Zeughaus Unter den Linden ist das älteste noch erhaltende Gebäude an der Straße Unter den Linden. Das ehemalige Zeughaus war im 18. Jahrhundert das umfangreichste Waffendepot Preußens und gehört heute zum Deutschen Historischen Museum. Dieses zeigt Ausstellungen über die deutsche Geschichte.

Gleich nebenan befindet sich die Museumsinsel Berlin. Auf der Spreeinsel zwischen Spree und Kupfergraben entstand nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels im 19. Jahrhundert die Museumsinsel. Zu dem bedeutenden Museumskomplex - der heute auf der UNESCO-Weltkulturerbe-Liste steht - gehören das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum, das Pergamonmuseum und das Neue Museum. Auf der Museumsinsel steht außerdem der Berliner Dom, und ihm gegenüber wird das Berliner Stadtschloss wiederaufgebaut.

Eine Sightseeingtour durch Berlin ist gleichzeitig eine Tour durch die Geschichte. Möchten Sie chronologisch vorgehen, beginnen Sie Ihre Tour im Nikolaiviertel. Dort am Ufer der Spree wurden die Fischer-Siedlungen Berlin und Cölln um 1237 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Berlin ist somit eine - für europäische Verhältnisse - junge Stadt. Zum Vergleich: Paris wurde als Lutetia 53 v. Chr. erwähnt und London im Jahr 47 n. Chr. als Londinium gegründet. Das Nikolaiviertel wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und erst 1987 anlässlich der 750-Jahr-Feier Berlins wiederaufgebaut, teils in angepasster Plattenbauweise. Die Straßen und Gassen des Viertels folgen den überlieferten Plänen.

In der Nähe des Alexanderplatz ragt der Berliner Fernsehturm 368 Metern in die Höhe und ist damit das höchste Bauwerk Deutschlands. Alljährlich besuchen rund 1 Million Touristen den Turm. Bei schönem Wetter hat man einen phantastischen Blick über Berlin und seine Umgebung.

Berlin-Fernsehturm-3






Karte von der Berliner Innenstadt